Programm 2018

1.11.2018, Gymnasium Petrinum, Dorsten

Masters of Irish Folk

Andy Irvine
Duo John Doyle & Mick McAuley

Irland

Andy Irvine – Gesang, Gitarre, Bouzouki, Mandoline
John Doyle – Gesang, Gitarre
Mick McAuley – Gesang, Gitarre, Concertina, Whistle

Mt diesem Konzert setzt der Musikverein Dorsten wieder ein Glanzlicht in der heimischen Kulturszene. Mit Andy Irvine und dem Duo John Doyle / Mick McAuley haben wir in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt und dem Freundeskreis Newtownabbey gleich zwei Top-Acts des Irish Folk im Gymnasium Petrinum zu Gast.

Andy Irvine
Irvine wuchs in einer künstlerisch tätigen Familie auf. Der Vater war Musiker, die Mutter Schauspielerin.
Er bekam schon früh Kontakt zu Musikern der Folkszene, wie Derroll Adams. Woody Guthrie wurde sein Vorbild.
Andy Irvine gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Gruppe „Planxty“, die es zu einem international hohen Bekanntheitsgrad brachte.
Sein erstes Soloalbum Rainy Sundays…Windy Dreams veröffentlichte er 1979.
Andy Irvine gilt als introvertierter Mensch. Oft in sich versunken spielt er auf der Bühne in einem Stil, der wohl einmalig ist. Die Instrumentenbeherrschung ist außergewöhnlich. Er spielt meist Mandoline und Bouzouki, deren Einfluss auf die irische Musik maßgeblich durch ihn geprägt wurde.
Irvine hat auch zahlreiche Lieder geschrieben, die einen hohen Bekanntheitsgrad haben und zu Klassikern avanciert sind, wie The West Coast Of Clare.

John Doyle
legendärer Gitarrist, Sänger, Liedermacher, Komponist, Produzent und Koryphäe des Irish Folks – ein „Powerhouse“ des rhythmischen Gitarrenspiels, ein einzigartiger, vielseitiger, innovativer und epochaler Musiker, der bereits (Ex-)Präsident Obama live beeindruckte und Joan Baez als Musikdirektor, Gitarrist und Sänger bei ihren Tourneen begleitete.
Mit der Band „Solas“ spielte er in ausverkauften Häusern auf der ganzen Welt, trat in zahlreichen Fernsehsendungen auf, erhielt drei NAIRD-Auszeichnungen und eine Grammy-Nominierung für das Debütalbum dieser legendären Band.
Nach den Rezensionen des von Doyle in 2012 veröffentlichen Albums „Shadow and Light“ werden seine Stücke als Klassiker in die Songbücher der irischen Folkmusik eingehen.

Mick McAuley
Wie es in Irland so schön üblich ist, wuchs auch Mick in einer musikalischen Familie auf und wurde von einer Gemeinschaft älterer Musiker unterstützt und gefördert, die ihm ihre Zeit, ihr Talent und ihre Musik schenkten, um so das jahrhundertalte musikalische Erbe weiterzugeben.
Seine Musik ist fest in der irischen Tradition verankert. Wie John Doyle einst, ist er bereits seit langem Mitglied der irisch-amerikanischen Formation „Solas“ und hat mit dieser Band nicht nur zahlreiche Tourneen bestritten, sondern auch neun Alben aufgenommen.
McAuley ist Meister des Knopfakkordeons, des Melodeons, der Concertina, der Whistles und der Gitarre…, sowie begnadeter Komponist und Songwriter. Er ist seit vielen Jahren weltweit auf Tourneen und als Studiomusiker unterwegs. Für STING spielte der in der Broadway Production „The Last Ship“ Melodeon.
Sein Debüt-Soloalbum An Ocean’s Breadth (Shanachie Records) wurde von der Washington Post als Bestes Keltisches Album des Jahres ausgezeichnet.

 

 

 

 

 

 

 

 


12.10.2018, Ev. Johanneskirche, Dorsten-Altstadt

Huldrelokkk

Norwegen / Schweden / Dänemark

Kerstin Blodig – Gesang, Gitarre
Mia Gunberg Ådin – Gesang, Geige, Nyckelharpa
Liv Vester Larsen – Gesang, Geige

Huldrelokkk – das ist der Lockruf der Trollfrau und auch der Bandname des pan-skandinavischen Frauentrios, das die Bandbreite der Folkmusik aus Norwegen, Schweden und Dänemark präsentiert. Dreisprachig und betörend dreistimmig. Mit zwei virtuos gespielten Fiedeln, mit Nykkelharpa und einer groovenden Gitarre.
Weltpremiere feierte das Projekt in Berlin im Oktober 2009 vor restlos begeistertem Publikum anlässlich der „Nordic Night“.
Huldrelokkk hat in Dorsten schon beim Celtic Emotions festival begeistert und der Musikverein ist froh, dass das Trio wieder in Dorsten zu Gast ist.

Kerstin Blodig

Sie gilt international als eine der wichtigsten Interpretinnen skandinavischer und keltischer Weltmusik. Als Gründungsmitglied der Gruppen Touchwood, Norland Wind und Talking Water, erstreckt sich ihre musikalische Kreativität über eine große Bandbreite.
Ihre norwegischen Wurzeln zeigt sie nicht nur im Duo Kelpie, sondern auch in ihrem Soloprogramm. Ihr Debütalbum Valivann, ist 2002 mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet worden.

Liv Vester Larsen

Liv studierte Musik mit Schwerpunkt skandinavische Folkmusik an der Carl Nielsen Academy of Music in Odense. Sie hat bei den führenden skandinavischen Geigern Harald Haugaard und Arto Järvela studiert.
Als „Vollblutmusikerin“ hat sie schon früh reichlich Live–Erfahrung in verschiedenen Bands und Orchestern gesammelt. Sie spielt im dänischen Radio-Jugendorchester, in der Band Ave, dem Odense Sinfoniorchester und dem Süddänischen Universitätsorchester.

Mia Gunberg Ådin

Mia gehört zu den großen Traditionsträgerinnen der Geigenmusik im schwedischen Bohuslän, der Grenzregion zu Norwegen. Ihr ausdrucksvolles Geigen- und Nyckelharpaspiel sowie ihre traditioneller Gesangskunst haben viele ihrer musikalischen Live-Projekte entscheidend geprägt: 
Sie spielt Theatermusik im Skjärgardsteater, im Duo Mia & Christer, in der keltischen Band Woodbine und ist Gründungsmitglied der international erfolgreichen Gruppe Hemållt.
Außerdem sammelt sie gezielt Aufnahmen der letzten übrig gebliebenen alten Folkmusik-Geiger ihrer Region und erweist der schwedischen Folkmusik einen großen Dienst, indem sie die alte Musiktradition aktiv weiterführt.
2009 wurde Mia die begehrte schwedische Folkmusikauszeichnung Zornmärket verliehen.


14.09.2018, Kanzlei Gittel-Horstmann & Partner, Dorsten

Broom Bezzums

England

Mark Bloomers – Gesang, Gitarre, Mandola, Schlagzeug
Andrew Cadie – Gesang, Gitarre, Geige, Northumbrian Pipes

Die beiden Energiebündel Mark Bloomer und Andrew Cadie zelebrieren eine energische, unterhaltsame und musikalisch aufregende Live-Show, mit viel Witz und einem unerwartet vollen Sound. Sie berühren das Herz und stimmen gleichzeitig nachdenklich.
Mark Bloomers rauchige Stimme vermischt sich perfekt mit dem reinen, treibenden Gesang von Andrew Cadie. Sie bezirzen das Publikum mit dem konzentrierten Zauber traditioneller Folkmusik, untermalt von perkussiver Geige und einer Gitarre als Trommel! Der Zuhörer hat kaum Zeit, wieder Atem zu holen, bevor Broom Bezzums einen Potpourri von Reels (keltischen Tanzstücken) mit beeindruckend schnellem Geigenspiel einsetzt, um dann gekonnt in einen Latin Groove auf der Gitarre überleitet, bis schließlich die Bass-Drum einsetzt und so dem Publikum keine andere Chance lässt, als mitzuklatschen und zu tanzen.  Broom Bezzums sind geborene Entertainer. Sie singen aus dem Herzen und spielen aus der Seele – darum springt der Funke auf jeden Zuschauer bis zur letzten Stuhlreihe über.
Broom Bezzums spielen ihre Musik nicht nur – sie leben sie!

Mit ihrer zeitgenössischen Interpretation von Folkmusik haben sie bereits dreimal den deutschen Rock- und Poppreis gewonnen, und ihr aktuelles Album „No Smaller Than the World“ wurde mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.

Das Konzert mit dem Duo Broom Bezzums wurde in Kooperation mit den Stadtklängen – „Musik an (un)gewöhnlichen Orten“ veranstaltet.

12.05.2018, Cornelia-Funke-Baumhaus, Dorsten

Diptesh Trio

Indien / Deutschland

Diptesh Bhattacharya – Sarod
Sanjeev Pal – Tabla
Frank Westerath – Tabla

Diptesh Bhattacharya, ein bekannter Name in der Welt der Indischen Klassischen Musik. Er gewann die Herzen der anspruchsvollen Zuhörerschaft mit seinem persönlichen Stil, seiner einzigartigen Tonqualität und dem `gayaki aang baaj ́, dem gesanglichen Spiel. Sein Studium der Sarod begann bei Pt. Alok Lahiri. Er bekam außerdem intensiven Unterricht bei Pt. Kushal Das und Prof. Subroto Roy Chaudhuri.
An diesem Abend wird er – eine eher selten gehörte Konstellation – von zwei Tablaspielern begleitet: von Sanjeev Pal und Frank Westerath.

Sanjeev Pal ist ein aufstrebender Tabla-Spieler, der sowohl in der eigenen Heimat Indien als auch seit dem Jahr 2000 in Europa unterwegs ist. Er begann mit 7 Jahren Tabla zu spielen. Seine Lehrmeister waren Shri Sunil Karmarkar und Pandit Shankar Ghosh.

Frank Westerath erweiterte seine musikalischen Horizont während eines einjährigen Aufenthaltes in Kalifornien 1982 unter dem Einfluß des bedeutenden, 2009 verstorbenen Meisters auf der Sarod Ustad Ali Akbar Khan. Franks Lehrer an der Tabla waren Pandit Swapan Chaudhuri und Pandit Shankar Chatterjee.
Neben indischer klassischer Musik spielt er aktuell Tabla im Ensemble Weltmusik Dorsten.

Alle drei fühlen sich dem im Mai 2017 verstorbenen Prof. Subroto Roy Chaudhuri aufs tiefste verbunden und widmen ihm diesen Abend voller Musik und Inspiration.

 


28.04.2018, Cornelia-Funke-Baumhaus, Dorsten

Filip Verneert/Enrique Simon Quartett

Belgien / Spanien

Filip Verneert – Gitarre
Enrique Simon–Piano
Gil Lachenal– Kontrabass
Frederik van den Berghe–Schlagzeug

Der belgische Gitarrist Filip Verneert und der spanische Pianist Enrique Simon sind Seelenverwandte. Ihre Musik ist zugleich melodisch, einnehmend und überraschend, mit Wurzeln im Jazz und in der klassischen Musik. In der Quartettbesetzung werden sie ergänzt durch Gil Lachenal am Kontrabass und Frederik van den Berghe am Schlagzeug.
Keiner der vier Musiker drängt sich in den Vordergrund, es ist also kein Wettbewerb unter Virtuosen. Stattdessen suchen und finden sie, sie geben und nehmen und vor allem teilen sie ihre Ideen unter- einander und mit dem Publikum.

 


10.02.2018, Jüdisches Museum Westfalen, Dorsten

Srdjan Bulat

Kroatien

Srdjan Bulat (*1986) ist ein preisgekrönter klassischer Gitarrist aus Split, Kroatien. Er hat Spitzenpreise in nahezu allen der prestigeträchtigsten Wettbewerben für klassische Gitarre gewonnen, einschließlich des ersten Preises beim 2011er Francisco Tarrega Wettbewerb in Benicassim, Spanien. Er hat einen Master of Arts Abschluss der Royal Academy of Music in London und hat weltweit viele Konzerte gespielt, u.a. in London, Paris, Rom, Oslo, Kopenhagen, Helsinki, New York, Chicago und Toronto. Er hat bisher zwei Solo-CD ́s veröffentlicht, die erste 2011 für RTVE-Spanien und die zweite in 2012 für das renommierte Label NAXOS.


27.01.2018, Jüdisches Museum Westfalen, Dorsten

Ensemble Noisten

Deutschland

 

„Curry auf Oliven – Global Klezmer“ heißt das Projekt des Wuppertaler Quartetts um den Klarinettisten Reinald Noisten. Ihr Markenzeichen: unbändige Spielfreude, virtuose Technik und stilvolle Arrangements. Elemente der Klezmer-Musik werden witzig und char-mant aber auch ernsthaft und respektvoll mit anderen Musikrichtungen, wie Flamenco, tamilischer, türkischer Musik, Klassik, Jazz und anderen Einflüssen verknüpft. Traditionelles wird mit Improvisation und eigenen Kompositionen vereint. Klezmer wird zur Weltmusik erweitert.

 

Pressestimmen:

„…“Klezmer meets Sufi-Musik“, dieses ungewöhnliche Konzept verfolgt Noisten so konsequent, dass bei den Auftritten ein Derwisch nicht fehlen darf. Talip Elmasulus fliegende Rockschöße entfalteten im Zusammenspiel mit der Musik eine beinahe hypnotische Wirkung, über die man nach Sufi-Manier Zeit und Raum vergessen konnte. Den angekündigten Dialog der Kulturen – Grundanliegen des Projektes Noisten – erlebte das Publikum auf diese Weise als erstaunlich schwerelose Angelegenheit. Arabische Tonleitern und jiddische Tanzlieder verbanden sich aufgrund der Leistung exzellenter Instrumentalisten zu einem organischen vom Cuxhavener Publikum zu guter Letzt stehend bejubelten Ganzen…“
Cuxhavener Nachrichten, 09.10.2012

„…Das Publikum war gebannt. Aber nicht nur die Sogkraft der Musik – jüdische wie muslimische – zog es in Bann, auch die Virtuosität der Musiker war faszinierend. …Als Gipfelpunkt gelang dem Ensemble der künstlerische Spagat Klezmer und Sufi- Musik zusammenzubringen und nicht nur alternierend oder parallel in den Dialog zu bringen, sondern die Melodien (beides Friedenslieder) sich verweben, sich umkreisen, ja ausgesprochen sich verzahnen zu lassen. Man spürte, wie den Musikern es angelegen war, friedensstiftend zu wirken und den Menschen in der Musik einen Weg der Verständigung aufzuzeigen. Man kann sich vor ihrem ernsten Bemühen nur verneigen. Shalom alejchem!“
Der Westen, Dr. Ernst Holzbach, 26.01.2014

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Westfalen.